Es lebe Amerika!

05. Februar 2013  Allgemein, Archiv, Positionen

USA das Land der unbegreiflichen Möglichkeiten13-1-Web-2012-Waffen-USA

In der Amtszeit von Barack Obama gab es 14 Amokläufe, sieben davon allein im Jahr 2012. Im Jahr 2012 sind dabei 67 Menschen gestorben und 73 verletzt worden. Nach der Statistik des Zentrums für Schusswaffenverletzung an der Universität von Pennsylvania sind in der Zeit von 2003 bis 2010 in den USA 247.131 Menschen durch Schusswaffen umgebracht und fast 400.000 verletzt worden. „Wir sind leider eine gewalttätige Gesellschaft“, stellte der Gouverneur von Connecticut fest. Recht hat er! Von keinem Land der Erde geht so viel Gewalt und Kriege aus, als von den USA.

Wie gewalttätig viele US-Bürger sind zeigt die Tatsache, dass sie lieber das Morden von Kindern akzeptieren, als ihre Waffen die noch keinen Amoklauf verhindert haben, abzugeben. Im Gegenteil die Waffenlobby, gewinnorientiert, Dollarnoten in den glänzenden Augen, schlagen nun vor, an Schulen Polizeileute einzusetzen. 13-2-WEB-WaffenlobbyManche US-Bürger sehen in der Bewaffnung von Lehrern und Schülern eine Lösung des Problems. Ein gute Idee. Dann könnten auch einige Polizisten erschossen werden und die Bilanz von erschossenen Kindern zu Erwachsenen würde sich angleichen. Gleichzeitig würden die Kinder schon bei entsprechender Kampfhandlung an den Schulen, auf den Einsatz in den von USA geführten Kriegen vorbereitet werden.

Auch wenn sich durch die Verschärfung der Waffengesetze Amokläufe nicht verhindern lassen, würden es weit weniger sein. Australien ist dafür ein guter Beleg. Nach einem Massenmord mit 35 Toten im Jahr 1996 verschärfte das Land sein Waffenrecht und kaufte von Pri­vatleuten unzählige Waffen zurück. Das Er­gebnis: Hatte es in den 18 Jahren vor der Reform 13 Amokläufe gegeben, ist es seit­dem nur zu einem einzigen weiteren Mas­saker gekommen. Und die Zahl der Morde durch Schusswaffen ist um 40 Prozent zu­rückgegangen.

In den USA verhindern Waffenlobby und Republikaner im Geiste des 19ten Jahrhundert eine Verschärfung des Waffenrechtes. Angeblich sei das der Preis den man für die Freiheit zahlen müsse. Nach dieser steinzeitlichen Denkweise scheint die USA das einzige freie Land zu sein, in dem es zur Freiheit gehört Kinder abzuschlachten zu dürfen. Es lebe das Land der unbegreiflichen Möglichkeiten!