Solidarität mit den Beschäftigten der Fa. Getrag

09. Juni 2010  Archiv

Liebe Kollegen, liebe Kolleginnen,
der Ortsverband der Partei DIE LINKE erklärt sich mit eurem Kampf um Eure Existenz solidarisch. Wir werden Euch, soweit es in unserer Macht liegt, in der Auseinandersetzung um den Standort und um jeden Arbeitsplatz unterstützen.
Ihr und Eure Familien habt einen Anspruch darauf, dass das Werk Ludwigsburg als Gründungsstandort bestehen bleibt und alle Arbeitsplätze in Ludwigsburg gesichert werden. Ihr habt die Getrag zu einem der führenden Unternehmen gemacht und die Entwicklung durch Eure Arbeit ermöglicht.Warum sollt Ihr, für das Versagen der Banker und der Politiker die es zugelassen haben, dass eine Gruppe geldgieriger Haie die Weltwirtschaft in eine Krise gestürzt haben, die Rechnung bezahlen?
Wir fordern das Management auf sich an bestehende Verträge zur Standortsicherung und Entlassungsverbot zu halten. Wir fordern vom Management der Getrag, endlich zu realisieren, was seit Jahren immer wieder gepredigt wird, dass alles nur zur Sicherung der Arbeitsplätze erfolgt. Nun hat es die Gelegenheit zu beweisen. dass es ihnen erst war. Die Beschäftigten haben genug Opfer gebracht.

Wir fordern Sicherung der noch vorhandenen Arbeitsplätze! Keine Schließung des Werkes! Keine Entlassungen!

Das Management ist gefordert ihrer Bezeichnung „Unternehmer“ gerecht zu werden. Wir erwarten, dass was unternommen wird, in dem neue zukunftsorientierte Produkte entwickelt werden. Dass in alternative Verkehrskonzepte investiert wird. Zu Werkschließungen und Entlassungen sind keine Unternehmer notwendig!<
Getrag ist einer der bekanntesten Arbeitgeber im Kreis Ludwigsburg und mit Ludwigsburg als Gründungsstandort verbunden. Deshalb erwarten wir auch von der Familie Hagenmeier, dass sie ihre Verantwortung gegenüber den Arbeitnehmern/innen, den Bürgern/innen und der Stadt Ludwigsburg übernehmen. Wir erwarten, dass sie als Anteilseigner auf das Management, das vor einigen Monaten noch 20 Millionen Euro an staatlichen Darlehen für den Erhalt der Arbeitsplätze bekommen hat, Einfluss nimmt.
Insgesamt sind bis zu 700 Arbeitsplätze bedroht. Doch anstatt die Arbeitsplätze zu sichern, droht das Management den Arbeitnehmer/innen mit der Schließung des Stammwerks in Ludwigsburg. Es kann nicht sein, dass ein privates Unternehmen Darlehen in Millionenhöhe vom Staat, damit auch von den Steuern der Arbeitnehmern bekommt und gleichzeitig den Beschäftigten mit Kündigungen antwortet. Staatliche Unterstützungen an Unternehmen dürfen nur unter der Bedingung erteilt werden, dass Arbeitsplätze gesichert bleiben.

Mit solidarischen Grüßen

Ortsvorstand DIE LINKE Ludwigsburg
Werner Hillenbrand